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Fünf Energie-Experten im Kreuzverhör der Bergheimer Schüler. Thema es zweiten Junior Science Cafés an dem Gutenberg-Gymnasium: Alternative Energien. Foto: Katja Machill/WiD

Junior Science Café Bergheim

Bergheimer Schüler diskutieren mit fünf Energie-Experten

Groß sollte es werden, das zweite Junior Science Café am Gutenberg-Gymnasium in Bergheim am 8. Juli. Über 100 Gäste hatten die Schülerinnen und Schüler erwartet. Ob es an der Hitze lag oder an der PR … — es wurden 75. Dafür gab es gleich fünf Energie-Experten, die für eine abwechslungsreiche Diskussion zum Thema „Alternative Energien — unsere Zukunft?“ sorgten.

 

Im Vorfeld hatten sich die Moderatoren Florian und Sarah gegen eine stehende Moderation entschieden. Sie bildeten das Zentrum des Podiums in der Aula des Gutenberg-Gymnasiums, umringt von Prof. Dr. Robert Pilz-Paal, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V., Dr. Johannes Böske, RWE Innogy GmbH und Dr. Klaus Korfhage, Dr. Ralph. P. Schorn und Dr. Jochen Seier vom Forschungszentrum Jülich GmbH. Souverän präsentierten die Jugendlichen ihre Experten und stellten die ersten Fragen. Von Aufregung keine Spur.

 

„Am Anfang habe ich mir gedacht, das wird ganz easy, aber dann, als wir mit der Diskussion angefangen haben, habe ich mir überlegt, was mache ich, wenn jetzt plötzlich die Diskussion aufhört“, sagt der 15-jährige Florian.  Eine unberechtigte Sorge, denn die Schüler und Gäste nahmen die Experten ins Kreuzverhör: Wie viel CO2-Ausstoß haben eigentlich erneuerbare Energien? Was wird derzeit in Bezug auf Endlagerung geforscht? Muss man für die Nutzung von RWE-Stromnetzen zahlen? Warum dauert das mit der Kernfusion so lange?

 

Auch neue Technologien zur Energie-Speicherung kamen zur Sprache. Man könne Energie auch über den Umweg der  Wärme speichern, so Prof. Pitz-Paal. Zurzeit sei man gerade dabei,  zum Beispiel Salz und  Öl als Speichermedium zu testen. Als sehr spannend erachteten die Experten die Entwicklung der Schwellenländer in punkto Energie. „Es wird höchsten noch ein Jahr dauern, dann stehen die meisten Windenergieanlagen in China“, sagte etwa Dr. Korfhage.

 

Abschließend stellte Dr. Seier fest, dass „Energie“ ein sehr interdisziplinäres Thema sei, da auch ethische Fragen eine wichtige Rolle spielten: Haben Schwellenländer wie China oder Indien das Recht, genauso viel Kohlendioxid zu verbrauchen, wie es die Industriestaaten bereits getan haben?

 

Florian ist mit sich und der Arbeit seines Teams, in dem rund 15 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 8 bis 12 mitwirkten, rundum zufrieden: „Wir haben wieder super als Team zusammengearbeitet und alles koordiniert bekommen. Und dadurch, dass wir fünf Experten hatten, hatten wir eine supertolle Diskussion. Es gab kaum Pausen und es wurden verschiedene Standpunkte diskutiert.“

 

Florian wird auch beim nächsten Junior Science Café wieder dabei sein. Aber nicht mehr als Moderator. Ihn reizt das Organisatorische — schließlich möchte er später einmal Manager werden. kma

 

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Junior Sciene Café
Alternative Energien - unsere Zukunft?
08.07.2010
Bergheim

 

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