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Wie Viktoria (3. von links) engagieren sich fast alle Schüler der von „Wissenschaft debattieren!“ initiierten Junior Science Café-AG auch weiterhin für den Dialog mit Wissenschaftlern an ihrer Schule. Foto: Romain Rolland Oberschule

Berliner Schüler führen Junior Science Café weiter

Mehr als Schulwissen

Der Termin ist derselbe geblieben: Dienstags von viertel vor drei bis viertel nach vier brüten rund zehn engagierte Schüler der Berliner Romain Rolland Oberschule in der Junior Science Café-AG über brisante Themen, die sie mit Wissenschaftlern diskutieren wollen. Knapp ein Jahr lang engagieren sie sich schon in der AG, die im Rahmen des Forschungsprojekts „Wissenschaft debattieren!“ an der Schule initiiert wurde. Höhepunkte sind regelmäßige Junior Science Cafés, zu denen die Schüler Experten einladen, um mit ihnen über ein aktuelles Thema zu plaudern.

Bei der Organisation der drei bereits stattgefundenen Cafés wurden die Schüler von Sandro Schott und Maria Kolbert begleitet. Die Projektleiter von „Wissenschaft debattieren!“ halfen bei der Recherche von geeigneten Experten, vermittelten Kenntnisse der deutschen Wissenschaftslandschaft, Techniken in der Diskussionsführung und Moderation. „Zuerst waren wir die Moderatoren der AG, dann zunehmend nur noch Ansprechpartner und die Schüler haben die Diskussionen selbst moderiert“, sagt Maria Kolbert.

Das nächste Junior Science Café organisieren die Schüler komplett eigenständig. Mit dabei ist Viktoria. Sie war schon beim ersten Junior Science Café aktiv und besucht, wie fast alle ihrer AG-Mitstreiter, die 13. Klasse. Obwohl das Abitur vor der Tür steht, sieht sie dem nächsten Café gelassen entgegen: „Im Prinzip bleibt ja alles beim Alten.“ Das heißt wöchentliche Treffen, Rekrutierung neuer Mitglieder, Einigung auf ein Thema, Einlesen, Experten recherchieren, Experten einladen, Werbung machen und das Café durchführen. Bereits jetzt sind die ersten Aufgaben verteilt, das Junior Science Café ist für die zweite Dezemberwoche geplant, die Schüler liegen gut in der Zeit.

Sich tief in ein Thema einzuarbeiten, am besten mit anderen zusammen, das macht Viktoria am meisten Spaß an der AG. „Es muss ein Thema sein, mit dem ich später etwas anfangen kann und das noch nicht so viel diskutiert wurde wie beispielweise der Klimawandel oder Energie“, sagt Viktoria. Für das nächste Café hat sich die AG auf das Thema Computersicherheit geeinigt. Ein Thema, das angesichts der vielen Zeit, die man vor dem Computer verbringt, fast jeden betreffe, meint Viktoria. Sie interessiert sich vor allem für die technische Seite.

 „Schule wird dann interessant, wenn sie mehr macht, als von der ersten bis zu siebten Stunde Schulwissen zu vermitteln“, sagt der Chemie- und Biologielehrer Dr. Klaus Hülsmann, der die AG seitens der Lehrerschaft unterstützt. Genau das sei beim Junior Science Café der Fall, da sich die Schüler ein Thema aus eigenem Interesse erarbeiten und sich zudem Fachwissen von außen holen. Wenn es nach Hülsmann ginge, könnte das Junior Science Café zu einer festen Einrichtung an der Romain Rolland Oberschule werden.

Dass es mit dem Junior Science Café weiter geht, freut Maria Kolbert, Projektleiterin von „Wissenschaft debattieren!“, denn ihr Konzept ist aufgegangen: „Wir haben uns von Café zu Café immer mehr aus der Organisation zurückgezogen und sind jetzt am Ziel – wir werden nicht mehr gebraucht.“ kma


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