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Diskussion um den Gehalt einer Kaffeetasse: Wie viel Energie steckt im Kaffee, wie viel in der Tasse? Foto: Katja Machill/WiD

2. Vorbereitungswochenende

In Erwartung der Expertenrunden

Das zweite Vorbereitungswochenende der Konsensuskonferenz vom 30. bis 31. Januar stand ganz im Zeichen der Diskussion: Im gemeinsamen Beschluss haben die Essener Bürgerinnen und Bürger vier Energiethemen identifiziert, die sie für das Bürgergutachten als relevant erachten: Mobilität, Strom, Wärme und Produkte. Zu diesen Themen bildete sich jeweils eine Gruppe. Diskutiert wurde bis ins Detail. Dabei halfen oft Analogien zu alltäglichen Gegenständen, etwa einer Kaffeetasse: Wie viel Energie steckt im Kaffee, wie viel ist bereits in der Tasse vorhanden? Nach ein- bis zweistündiger Diskussion hatten die Bürger die Gelegenheit, in eine andere Gruppe zu wechseln. Elmar Damke (56), Unternehmensberater aus Essen, hat diese Art der Diskussion als sehr angenehm empfunden: „Ich konnte zwischen den Gruppen wandern und zwischendurch überlegen, worin mein Erkenntnisinteresse liegt.“

Seit dem vergangen Wochenende bekamen die Teilnehmenden über eine Onlineplattform fast täglich neues Informationsmaterial, aktuelle Studien, thematische Überblicke und Zugang zu Webdatenbanken. Für den Essener Antiquitätenhändler Jörg Meuser (49) waren die Fragen und Diskussionen der Konsensuskonferenz auch im Alltag allgegenwärtig: „Unter der Woche läuft das Thema Energie die ganze Zeit als Hintergrundprogramm im Kopf ab. Ich habe immer irgendwo einen Zettel rumliegen, damit ich mir meine Gedanken und Fragen notieren kann und bis zum nächsten Wochenende nicht vergesse.“

Damit die vielfältigen Fragen und Diskussionsergebnisse der Teilnehmer strukturiert und ergebnisorientiert festgehalten werden, wird die Konsensukonferenz professionell moderiert. Denn: Fragen wie die nach der globalen Gerechtigkeit lassen sich an drei Wochenenden nicht beantworten.
Der pensionierter Elektroingenieur Hans Joachim Kaiser (65) aus  Essen ist zuversichtlich, was die Erstellung des Bürgergutachtens anbelangt: „Der rote Faden bleibt immer, obwohl das so ein riesen Gebiet ist. Ich habe den Eindruck, wir kommen zu einem Ergebnis.“

Nun sind alle Teilnehmenden gespannt auf die Experten, die sich am kommenden Wochenende in öffentlichen Expertenhearings den Fragen der Essener Bürger stellen werden. Denn: einige Visionen und Empfehlungen wurden bislang unter Dissens verbucht. Wolfgang Thiele (67), pensionierter Studienrat aus Essen freut sich auf den Austausch mit den Experten: „Ich erhoffe mir zusätzliche Erkenntnisse, um besser urteilen zu können.“

 

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Termine

Vorbereitungs-
wochenende II

30.-31.01.2010

Philharmonie Essen Saalbau

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