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Wenn Soner Scherze machen kann und das Publikum lacht, beginnt er zu strahlen und das Herzklopfen verfliegt. Foto: Katja Machill/WiD

Soner (16):

„Wenn ich etwas nicht kann, dann probiere ich es aus!“

Soner beschreibt sich selbst als eher ruhigen Typen. In seiner Freizeit geht er ins Fitnessstudio oder trifft sich mit Freunden oder Mitschülern, die er als „Kollegen“ bezeichnet. Dass der 16-jährige Hauptschüler gelassen und freundlich ist, konnte man während des Schülerforums tatsächlich beobachten. Aber ruhig war er nicht.

Als Moderatoren für die Abschlusspräsentation gesucht werden, ist Soner der Erste, der sich dazu bereit erklärt. „Eigentlich kann ich sowas nicht, deswegen wollte ich es ausprobieren“, sagt Soner. Und das, obwohl er in der ersten Präsentationsübung recht schüchtern wirkte: Er ließ seine Mitschülerin berichten, lächelte und sagte kein Wort. 

Bei der Abschlusspräsentation stellt sich heraus, dass Soner auch anders kann. „Ich habe einen Witz über unseren Roboter gemacht – da haben alle gelacht“, erinnert sich Soner und lacht. Er hatte dem Publikum erklärt, dass der Roboter bügelt und kocht, aber auch die Männer ersetzen kann. Wenn Soner Scherze machen kann, wird er locker, er fängt an zu strahlen und das Herzklopfen verfliegt.

Schwieriger war für ihn das ganze Drumherum. Zum Beispiel vom Zettel lesen und gleichzeitig Augenkontakt halten. Und: die richtige Körpersprache. „Dass ich erstmal laufen muss, dann stehen bleiben und dann erst reden. Und mehr betonen“, erinnert sich Soner an das Feedback seiner Mitschüler. Er versucht das in der Abschlusspräsentation gleich umzusetzen. „Am Tag davor habe ich zuhause geübt. Ich habe den Text genommen und ihn so lange leise vorgelesen, bis ich ihn fast auswendig konnte. Zwei Stunden ungefähr.“

In dem Moment, als er am nächsten Tag in die erwartungsvollen Gesichter von Wissenschaftlern, Projektkoordinatoren, Lehrerinnen und Eltern blickt, hat sich die Mühe aber gelohnt. „Die haben ganz neugierig zu mir geguckt“, sagt Soner und beschreibt das als ein gutes Gefühl. Er weiß auch, warum das so war: „Weil wir das selbst gemacht haben.“

Dass seine Lehrerinnen beim Schülerforum dabei waren, fand Soner gut.  „Da konnten unsere Lehrer gucken, was wir drauf haben“, sagt er. Zurück in der Schule geben sie Soner noch eine konkrete Rückmeldung. Er sei ganz schön aus sich herausgegangen.

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