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Stella hat ein sicheres Gespür für Sprache: Wissenschaftlich reden könne man auch ohne Fremdwörter. Foto: Katja Machill/WiD

Stella (15):

„Man muss sich jetzt Gedanken machen, wie es später mal sein wird.“

Leicht lässt sich Stella nicht aus dem Konzept bringen. Wenn sie das Gefühl hat, ihr hört niemand zu, schnellt ihre gestreckte Hand nach oben und sie hebt herausfordernd lachend ihr Kinn – und schon hat sie das Wort.

Stella ist 15 Jahre alt und geht in die 9. Klasse der Katholischen Hauptschule Katernberg bei Essen. Am ersten Tag des Schülerforums trägt sie eine schwarze Lederjacke. Es ist das erste Mal, dass sie sich mit dem Thema Energie beschäftigt. Es ist auch das erste Mal, dass sie eine Universität besucht.

„Das war alles so groß da“, erinnert sich Stella an ihren ersten Eindruck vom Campus der Universität Duisburg-Essen: „Der Raum war auch viel größer als die Räume in unserer Schule. Da konnte ich mich viel besser auf eine Sache konzentrieren.“ Und konzentrieren musste sie sich ziemlich viel, denn ihre Vision vom Energiemix der Zukunft war gefragt.

Zusammen mit ihrer Gruppe entwarf Stella einen im Haushalt helfenden Roboter. Er hat Solarzellen auf dem Kopf und einen Wasserstoffspeicher, mit dem er selbst die Energie speichert, die er zum Arbeiten braucht. Überrascht hat Stella das Feedback des Energieexperten Dr. Thorsten Mietzel auf den Roboter: „Das könnte klappen, hat er gesagt. Und wenn das schon der Doktor sagt, dann muss das ja so stimmen.“ 

Erkannt habe sie den Wissenschaftler sofort, erklärt Stella lachend, an der Brille und an der Sprache. „Der hat schlau ausgesehen. Er hat keine Fremdwörter benutzt, aber trotzdem wissenschaftlich geredet. Die Wörter haben sich so gut angehört, die würde ich so in meiner Freizeit nicht sagen.“

Heute würde Stella bei einer Fernsehsendung zum Thema Energie nicht mehr gleich umschalten. Warum? „Weil man sich jetzt Gedanken machen muss, wie es später mal sein wird. Bald wird es keine Kohle mehr geben und ohne Energie können wir nicht leben. Also müssen sich alle Gedanken machen, wie wir Energie sparen können.“

Auf die Frage, wie sie selbst zuhause Energie sparen könne, antwortet Stella: „Die Heizung nachts ausmachen – wir haben die nämlich immer an.“ Noch während sie das sagt, dreht sie die Heizung herunter.

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