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Eintauchen in eine virtuelle Realität: Schülerinnen und Schüler des Königin-Olga-Stifts testen die Cave, einen 3D-Projektionsraum im Würfelformat des Fraunhofer-Instituts IAO in Stuttgart. Foto: Katja Machill/WiD

Schülerforum Stuttgart

Energieerzeugung aufs Meer verlagern

Riesige schwimmende Solarmodule, ein Gütesiegel Energie, schwebende Autos und Langstreckentransport mit LightCraft: Das sind die Visionen zum Thema „Energiemix der Zukunft“, die die Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse des Königin-Olga-Stifts Stuttgart am 30. April zum Abschluss eines dreitägigen Schülerforums am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung präsentierten.

Solarmodul Aquasol

Landfläche wird zukünftig knapp — dessen sind sich die Stuttgarter Schüler im Anbetracht des immensen Bevölkerungszuwachstums sicher. Also verlegen sie die Energieerzeugung der Zukunft aufs Meer: Als riesiges Solarmodul mit einer sehr dünnen und lichtdurchlässigen Fotovoltaikfolie wird „Aquasol“ in Seen oder dem Meer verankert. Der erzeugte Strom wird per Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) oder Mikrowellenstrahlung über weite Strecken nahezu verlustfrei an Land übertragen. Dort wird die Strahlung in elektrischen Strom umgewandelt. In speziellen Fällen, z.B. der Energieversorgung in Katastrophengebieten, kann Aquasol auch mobil eingesetzt werden.

Gütesiegel Energie

Mit den 7,89 Kilowattstunden, die für Herstellung und Transport dieser Sektflasche aus Frankreich benötigt wurden, hätte man drei Stunden ein Stadion beleuchten können. – So könnte der Slogan auf dem Gütesiegel einer Sektflasche lauten. Das Gütesiegel, das gleichermaßen auf Geräten, Lebensmitteln und anderweitigen Konsumgütern angebracht werden soll, zeigt an, wie viel Energie verbraucht wurde, um das Produkt bereitzustellen und aus welchen Quellen sie stammt. Das Gütesiegel bestimmt, wie das Produkt besteuert wird. Die Steuer fließt in die Entwicklung von erneuerbaren Energien ein.

Schwebende Autos: Floating Car System

Wie beim Transrapid schweben die Autos der Zukunft per Magnettechnik auf festen Bahnen.  Der Antrieb des „Autos“ wird durch einen internen Kernfusionsreaktor mit Energie versorgt, er ist also CO2-neutral. Überschüssige Energie und Energie die beim Bremsen entsteht könnte induktiv in das allgemeine Stromnetz eingespeist werden. Als kleine Kraftwerke versorgen geparkte Autos die Wohnhäuser ihrer Besitzer z.B. nachts mit Energie. Fahren muss man nicht mehr selber, denn das Fahrtziel wird vor dem Start eingegeben, fahren kann das Auto alleine – Staus und Unfälle gehören der Vergangenheit an.

Transport der Zukunft mit LightCraft

Transport ohne CO2-Ausstoß auf der Basis erneuerbarer Energien: Der Individualverkehr wird zukünftig aus den Ballungszentren verbannt, dafür gibt es einen automatisierten ÖPNV mit U- und S-Bahnen und Carsharing von Elektroautos. Zwischen Städten verkehrt der Transrapid, Güter werden weiterhin mit normalen Zügen transportiert. Im interkontinentalen Verkehr bleiben Schiffe erhalten, Flugzeuge werden stark besteuert. „LightCrafts“ werden für den interkontinentalen Transport entwickelt. Sie funktionieren ähnlich wie Heißluftballone, nur heißer: Die Luft wird per Laser am Boden zu Plasma.

Diese Zukunftsvisionen entwickelten die Schülerinnen und Schüler des Königin-Olga-Stifts Stuttgart gemeinsam mit Wissenschaftlern des Instituts für Feuerungs- und Kraftwerkstechnik der Universität Stuttgart und unter Anleitung von Moderatoren.

Auch virtuell konnten die Schüler in ungeahnte Realitäten erfahren: Mit Spezialbrille und Fernsteuerung besichtigten sie im Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation das Cave, einen 3D-Projektionsraum im Würfelformat, „flogen“ über das Fraunhofer-Gelände und tauchten in besonders energieeffiziente Gebäude ein.




 

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28. bis 30. April 2010
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